Mami

Malvasia Emilia IGT 2022
CHF 28.00
/ Flasche inkl. MwSt

Beschreibung

Vinifikation

Einen Teil etwas länger gereifter Bio-Trauben vinifizieren die Poggiarellesi separat. Während der getrennten Gärung überwachen sie die Temperatur, als handle es sich um Kronjuwelen; so bewahren die Extrakte sanft gepresster Beeren jedes Quäntchen ihrer Frische. Nach Veredelung in französischer Eiche verschmelzen die beiden Weine.

 

Degustationsnotizen

Was die Kirschblüte in Tokyo und der Karneval in Rio, das bedeutet der Sommer der Emilia: Lust des Loslassens, Leidenschaft des Zurücklehnens. Mami ist die Essenz davon – die grelle, blumige Frische des vom Gewittern rein gewaschenen Julimorgens. Tropisch reifes Obstaroma, der Ausklang gezuckert von restsüssen Noten – und das Spiel zwischen stützender Säure und komplexer Mineralität macht Dinge mit unseren Sinnen, für die Filme eine Altersfreigabe brauchen.


Empfehlung

Fisch oder Vogel? Wenn tierische Vor- oder Hauptspeisen wie Fritto misto, luftige Baccalà mantecato (Stockfischcrème al Veneto), gebackene Brasse oder Pollo aus dem Ofen auf dem Menüplan stehen, schlägt die Stunde des Mami. Er ist jedoch genauso für würzigen Hartkäse zu erweichen.

Weitere Details

Produzent
Il Poggiarello
Philosophie
Biologisch zertifizierter Weinbau
Land
Italien
Region
Emilia IGT
Weinart
Weisswein
Traube(n)
Malvasia
Aroma
Tropisch, weisse Früchte, leichte Restsüsse
Stil
Im Holz ausgebaut, mineralisch
Pairing
Fischgerichte, weisses Fleisch
Jahrgang
2022
Alkoholgehalt
13.5%
Flaschengrösse
0.75 l
Flaschen pro Karton
6
Sulfite > 10 mg
ja

Winzerportrait

Il Poggiarello

Weitere Informationen

Im Vorgarten zu Eden

Der alte Mann und die promillebedingte Euphorie? Nein, da steckt mehr dahinter: Als Ernest Hemingway das Val Trebbia kreuzt, lässt der weltlichen Genüssen sehr zugeneigte Romancier den Blick über die Hügel schweifen, schnuppert an frisch aufgeschnittener Coppa, marinierten Oliven und würzigen Parmiggiano-Häppchen und notiert: «Das Paradies auf Erden». Ausrufezeichen!

Was ihn zu diesem Superlativ verführte? Das ahnt, wer sich den Nektar der bio-zertifizierten Poggiarello-Reben auf der Zunge zergehen lässt. Er vereint sie in sich, die Reize, welche das Umland Piacenzas ausmachen: die Lieder, die Tänze, das Temperament, die dekadent langen Sommertage.

In diesem Schlaraffenland, wo die Trebbia den Po küsst und Feinkost in einer Fülle vorhanden ist wie Liegestühle an der Küste Riminis, da geht Seelenverwandtschaft über Blutlinie. Was kümmern Stammbäume, wenn alle Schwester und Brüder sein können?

Aus der Passion für die Region als Ganzes und ihren Wein im Speziellen entsteht 1882 Il Poggiarello. Bis heute schreiben die Nachkommen der Gründerfamilien Ferrari und Perini die Geschichte des Idylls weiter. Jene, zu der auch Pulitzerpreisträger Hemingway seine Anekdote beigetragen hat…

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